apl. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl

 

Hans-Walter Schmuhl wurde 1957 in Oberhausen/Rheinland geboren und studierte Geschichte, Latein und Deutsch in Bochum und Bielefeld. 1984-1985 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld. 1986 wurde er mit einer Arbeit über „Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Euthanasie. Von der Verhütung zur Vernichtung ‚lebensunwerten Lebens’, 1890 – 1945“ (Göttingen 1987, 2. Auflage 1992) promoviert. Von 1986 bis 1991 arbeitete Schmuhl als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bielefelder Sonderforschungsbereich „Sozialgeschichte des neuzeitlichen Bürgertums: Deutschland im internationalen Vergleich“. 1995 habilitierte er sich mit einer Arbeit über „Die Herren der Stadt. Bürgerliche Eliten und städtische Selbstverwaltung in Nürnberg und Braunschweig vom 18. Jahrhundert bis 1918“ (Gießen 1998). 1999 und 2003/2004 war er als Gastwissenschaftler im Forschungsprogramm „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“ der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin tätig. Hinzu kommen Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Bielefeld, Halle-Wittenberg und Bremen. 2005 erschien seine Monographie „Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik, 1927 – 1945“ (vgl. dazu die PDF-Datei „Brigitte Richter“), 2016 seine Studie über „Die Gesellschaft Deutscher Neurologen und Psychiater im Nationalsozialismus“.

Hans-Walter Schmuhl lebt als selbstständiger Historiker in Bad Nenndorf. 2005 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld ernannt. Er ist ferner stellvertretender Leiter des Instituts für Diakonie- und Sozialgeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal-Bethel, Mitglied der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte und des Theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche von Westfalen, ferner Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW). Träger der Löhe-Medaille 2011. Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) 2015.

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte des Nationalsozialismus
  • Medizin- und Wissenschaftsgeschichte
  • Diakoniegeschichte